Zum Jahreswechsel 2020

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Liebe Freundinnen und Freunde der VERTROUWEN,

in einem Jahr, in dem alles anders ist und war, zeigt sich unser Verein doch von einer sehr lebendigen Seite. Nicht die großen Fahrten, Events und gesellige Zusammenkünfte, es sind vielmehr die zahlreichen kleinen Initiativen, die uns zusammenhalten. Dafür möchten wir uns erst einmal bedanken !

Coronabedingt hat das allgemeine Vereinsleben eigentlich nicht stattfinden können.

Im Jahr 2020 sind wir sprichwörtlich in „stürmische See“ geraten ! Wir durften unser Schiff nicht fahren und hatten dadurch auch keine Einnahmen.

Eisiger Wind blies uns von der ZWAR entgegen. Im Zuge der zunächst angemeldeten ZWAR-Insolvenz wurde uns der Nutzungsvertrag des Schiffes aufgekündigt, das Schiff steht zum Verkauf. Die Insolvenz ist nicht eingetreten, de Kündigung und die Absicht, die Vertrouwen zu verkaufen, besteht weiterhin.
Im nächsten Jahr können wir die Vertrouwen noch nutzen. Ob wir allerdings Fahrten durchführen oder „nur“ den Unterhalt des Schiffes bestreiten können, liegt an der Entwicklung der Pandemie.

Im Mai ist unser Vereinskamerad Karl-Heinz Slottko von uns gegangen und im August hat uns Joachim Böhle nach langer Krankheit verlassen.

Der Vorstand ist fest davon überzeugt, dass es uns zukünftig weiter geben wird! Es ist uns gelungen in diesem Jahr ohne große Einnahmen so zu wirtschaften, dass der Verein keinen signifikanten Schaden genommen hat und wir im neuen Jahr erst einmal wieder starten können. Wäre da nicht so ein unkalkulierbares Ereignis ………

Wir möchten schnellstmöglich eine Mitgliederversammlung abhalten, damit wir gemeinsam über unsere Zukunft sprechen und dann auch neu beginnen können. Zunächst müssen wir jedoch Geduld und Zeit aufbringen, unser Handeln wird im nächsten Jahr anfangs noch von der Pandemie bestimmt werden. Aber: was wir bis jetzt geschafft haben, sollte uns auch weiter gelingen !

Es wird holperig und schwer, aber lieber mit einer krachenden Dschunke auf voller Fahrt als mit einem Luxusliner untergehen !

Der Vorstand wünschen Euch und Euren Familien schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Bleibt gesund !

Harry Naujoks,    Frank Reinemann,    Andreas Grehl,

Axel Friedrichs und  Udo Koch

29.7. bis 5.8. 2017 – Greifswald/Ostsee

ZWAR-Törn | 29.7. bis 5.8. 2017 – Greifswald/Ostsee
Auf dem Platt-Segler „Vertrouwen“

Skipper: Joachim Böhle & Frank Reinemann | Text: Hotte Jungbluth

Sich regen bringt bekanntlich Segen.
Doch gilt die Weisheit auch bei Regen?
…denn Regen reinigt unser Deck,
doch nicht die gute Laune weg,
denn als es heißt: „Die Leinen los!“ –
und: „Fender rein!“ – ist die Freude groß.
Ja endlich regt sich uns´re Crew
und rutscht herum – und packt voll zu –
denn jetzt geht´s los, zum neuen Törn –
na klar, das haben alle görn,
und schauen ganz verwegen
dem großen Abenteu´r entgegen.

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Schiffsüberführung von Dortmund nach Greifswald

Unsere Segelsaison beginnt in jedem Jahr mit der Überführung der VERTROUWEN Anfang Mai von Dortmund zur Ostsee. Mit gelegtem Mast und Motorkraft fahren wir auf dem Dortmund – Ems – Kanal über Henrichenburg und Münster nach Bergeshövede. Dort biegen wir in den Mittellandkanal ein. Vorbei an Minden und Hannover kommen wir nach Magdeburg. Weiter auf dem Elbe – Havel – Kanal erreichen wir Berlin.

Auf Wunsch wird auch ein Crewwechsel in Berlin eingeplant und ermöglicht uns damit, Berlin zu erkunden. Wenn die Zeit ausreicht, ist eine Stadtrundfahrt (Brückenfahrt) über den Wannsee und die Kanäle mit der VERTROUWEN ein tolles Erlebnis.

Nach dem Abstecher in Berlin geht es jetzt weiter nach Greifswald, denn wir wollen ja endlich segeln. Der Oder – Havel – Kanal und die Oder bringen uns schließlich an die deutsch – polnische Grenze, und weiter nach Stettin, ab hier kann erst der Mast gestellt werden und man könnte segeln. Als besondere Höhepunkte auf diesem Weg quer durch Deutschland bis in die Stettiner Bucht erleben wir:
– die Überquerung der Weser bei Minden
– die Schleuse Anderten  (Hubhöhe 14,7 m) 
– das Wasserstraßenkreuz  MLK  über die Elbe bei Magdeburg 
– die beeindruckende Stahlkonstruktion des ältesten Schiffshebewerks der Welt bei Niederfinow am Ende des Oder-Havel-Kanals mit einem Höhenunterschied von 36 m

Nicht zuletzt erfreut uns auch die über weite Strecken unberührte, wunderschöne Natur an beiden Seiten der Strecke.

In der Stettiner Bucht, wo der Mast gestellt wird, werden zum ersten Mal in der neuen Saison die Segel gesetzt. Über die Peene und das Achterwasser, vorbei an Wolgast, segeln wir nach Greifswald zu unserem Liegeplatz im Museumshafen.

Mit der Vertrouwen in und um Berlin

Impressionen einer einwöchigen Fluss- und Seen-„Kreuzfahrt“ im größten Wassersportrevier Europas

1. Tag
Früh morgens machte sich eine Gruppe ZWARler bei nebeligem, trüben Herbstwetter mit voll bepacktem Wagen auf die Tour von Dortmund nach Potsdam, wo uns die „VERTROUWEN“ in der „Marina am tiefen See“ erwartete. Wir gingen an Bord, bezogen unsere Kabinen und kauften für die kommende Woche Speisen und Getränke ein – bei mittlerweile herrlichem Wetter! Nachmittags machten wir einen Spaziergang in das nahe gelegene, malerische Holländische Viertel, genossen Kaffee und Kuchen in den Straßenkaffes.

2. Tag
Nach dem Frühstück ging es bei wiederum strahlendem Sonnenschein mit der VERTROUWEN durch Kanäle und die Havel rund um Potsdam. Hautschutz war angebracht, als wir die Insel Werder passierten. Zum Abschluss ging es rund um die Pfaueninsel im Wannsee mit dem Lustschloss Friedrich Wilhelm II. Danach schmeckte das zünftige Abendessen an Bord.

3. Tag
Über den Wannsee ging es nach Berlin durch Spreemündung und Binnenhafen. Bäume an den Ufern wurden durch z.T. malerische Wohnbauten beiderseits abgelöst, wir bemerkten den Großstadtverkehr und sahen viele innerstädtische Kraftwerke, die früher Westberlin mit Energie Versorgten. Durch eine Schleuse ging es am Schloss Charlottenburg vorbei in die Innenstadt: plötzlich wimmelte es von Touristen-Ausflugsbooten. Im Spreebogen zog das Regierungsviertel an uns vorüber, der Lehrter Bahnhof und danach die Museumsinsel, der Dom und der Fernsehturm am Alex. Trotz der vielen Boote gelang uns ein Dreher und wir fanden einen herrlichen Liegeplatz im Herzen der City nahe Schiffbauerdamm und S-Bahnhof Friedrichstraße. Danach war ein Landgang angesagt und es gelang, noch eine Kartenfür die Abendvorstellung im Berliner Ensemble zu ergattern.

4. Tag
Über Köpenick sind wir mit der VERTROUWEN Richtung Osten zum Großen Müggelsee gefahren. Die Natur hatte uns wieder und sehr hübsch anzusehen waren viele renovierte Datschen in Klein-Venedig rund um Wilhelmshagen. Später drehten wir um und fuhren in die Berliner City zurück.

5. Tag
Der Tag brachte wieder eine gute Gelegenheit zum Landgang: ob Museumsbesuche, Shopping-Tour oder durch die Stadt und das Regierungsviertel schlendern, alles war ein individueller Genuss. Am späten Nachmittag hatten wir uns am Anlegeplatz zu einer zünftigen Grill-Party in Sichtweite der Reichstagskuppel verabredet.

6. Tag
Durch vier Schleusen haben wir den berühmt-berüchtigten Landwehrkanal südlich von Kreuzberg passiert. Nach einem stop in Spandau ging es über die Wannsee und die Villen-Gegend Kleiner Wannsee zurück nach Potsdam zu unserer Marina am Tiefen See zum zünftigen Matjes-Essen. Ein Landgang in der Kulturmeile Potsdams schloss sich an.

7. Tag
Potsdam von B bis S: zu Fuß unternahmen wir einen Rundgang durch die Stadt zum Potsdamer Brandenburger Tor und von dort zur ausgiebigen Besichtigung von Sanssouci. Am letzten Abend war noch ein Besuch im Potsdamer Theater direkt neben dem Bootsanleger möglich.

8. Tag
Berlin und Potsdam von der Wasserseite mit der VERTROUWEN ging dem Ende entgegen: nach dem frühen Frühstück hieß es einpacken, den Wagen beladen und zurück nach Dortmund.
Fazit: es war eine tolle Kombination von Schiffsfahrt und Stadtkultur, die wir bei Gelegenheit gern wiederholen wollen.

WDR5 „Neugier genügt“  09. 07. 2014

Feature – Zwischen Arbeit und Ruhestand Rentner auf Segeltörn

„Vertrouwen“ heißt das über 100 Jahre alte Segelschiff – und Dortmunder Rentner haben Vertrauen in ihr Boot. Jedes Jahr aufs Neue, denn immer wenn der Sommer beginnt, muss die „Vertrouwen“ zur Ostsee gesegelt werden.

ZWAR heißt das Unternehmen, das die Tour aus dem Dortmunder Hafen über Warnemünde bis nach Greifswald an der Boddenküste jährlich antritt. Zwischen Arbeit und Ruhestand – das ist ZWAR, und seine Aktiven sind rüstige Senioren, die ihr Arbeitsleben vollendet haben, aber mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten noch etwas tun wollen.

Die Vertrouwen, 1896 als Klipperaak (Plattbodenschiff) zum Transport von Schüttgütern gebaut, 1984 gekauft und dann über zwei Jahre liebevoll zum Passagiersegler umgebaut und renoviert, befindet sich von Mai bis September im Museumshafen Greifswald, von wo aus die Ostsee bereist wird.

Von Oktober bis April liegt die Vertrouwen im Dortmunder Hafen, die Zeit wird von den Vereinsmitgliedern genutzt, um das Schiff unter hohem persönlichem Einsatz winterfest zu machen und notwendige Arbeiten durchzuführen.

Der Segeltörn von Dortmund nach Greifswald ist keine Vergnügungsfahrt, wie Johannes Zuber festgestellt hat, der in diesem Jahr mit an die Ostsee gereist ist.

Autor: Johannes Zuber

http://podcast-ww.wdr.de/medstdp/fsk0/47/471044/wdr5neugiergenuegtdasfeature_2014-07-09_10-05.mp3

Mit der „Vertrauen“ nach Henrichenburg

Lütgendortmunder Wilfried Kiepe berichtet von einer außergewöhnlichen Schiffstour: Ein außergewöhnliches Angebot gab es kürzlich für die Aktiven von ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand). Das Rudi-Eilhoff-Bildungswerk bot eine Schifffahrt mit dem ZWAR-Segelschiff „Vertrouwen“ („Vertrauen“) von seinem Liegeplatz im Dortmunder Schmiedingshafen bis zum Schleusenpark Henrichenburg. Mit dabei war auch der Lütgendortmunder Wilfried Kiepe. Er berichtet:

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Abfahrt in die Saison

Das regelmäßige Donnerstagstreffen wird für eine kleine Abschiedsfeier für die erste Crew der Saison genutzt. An der Steinhammer Straße treffen sich die Vereinsmitglieder und Familien zu einem Grillen mit Salatbuffet. Das Highlight ist der BVB-Banner „Wir fahren nach Berlin“, der unterwegs für reichlich Aufsehen an der Strecke sorgen wird.

  

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