
Veröffentlichung in den Ruhrnachrichten Dortmund vom 23.12.2025

Veröffentlichung in den Ruhrnachrichten Dortmund vom 23.12.2025
unser ZWAR Segelverein Vertrouwen e. V. freut sich über eine Spende der Sparkasse Dortmund über 3000 Euro. Der Scheck wurde am 03.05.2026 durch die Vertreterin der Sparkasse Dortmund, Frau Jutta Meininghaus, dem Verein übergeben.
Beim ZWAR Segelverein Vertrouwen e. V. handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, im Rahmen der Regelungen „Zwischen Arbeit und Ruhestand“ Ruheständlerinnen und Ruheständlern eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Der Verein besitzt zwei Plattbodenschiffe, wovon die Vertrouwen in diesem Jahr 130 Jahre alt geworden ist. Sie wird im Sommer regelmäßig für Segeltörns auf der Ostsee genutzt und ehrenamtlich von den Mitgliedern des Vereins in Schuss gehalten.
„Die Spende wird zur Anschaffung eines neuen Vorsegels verwendet, da das alte Segel im letzten Sommer leider vom Wind zerrissen wurde.“, so der 1. Vorsitzende Siegfried Schütt. „Dadurch sind auch in diesem Jahr die Fahrten auf der Ostsee rund um Rügen und Usedom gesichert.“ Die über 100 Mitglieder des Vereins bedanken sich bei der Sparkasse Dortmund für die großzügige Unterstützung.

Auf dem Foto v. l. n. r.: Siegfried Schütt, 1. Vorsitzender, Jutta Meininghaus, Sparkasse Dortmund, Axel Friedrich, 1. Kassierer, Elke Bohr, 2. Kassiererin, Jürgen Fandel, 2. Vorsitzender
Text und Foto Detlef Münz, 03.05.2026
Nachdem in den letzten Wochen fast täglich an unserer Vertrouwen geschraubt, geschweißt und gestrichen wurde, ist sie bereit für den Sommer in Greifswald.
Am 04.05.2026 wird sie zum ersten Teil der Überführung aufbrechen. Unser Skipper Axel Friedrich übernimmt mit seiner Crew den ersten Teil der Fahrt. In zwei Wochen wird Skipper Jürgen Fandel und einer neuen Crew das Steuer in Berlin übernehmen und die Vertrouwen nach Greifswald bringen.

Skipper Axel Friedrich am Steuer zu Beginn der Überführungsfahrt.
Foto: Marion Ahrens
Am Sonntag, 03.05.26 wurde die Vertrouwen von vielen Mitgliedern und Freunden des Vereins verabschiedet. Bei Würstchen, Bier und nettem Gespräch wurden Erfahrungen und alte Geschichten ausgetauscht.
Wir wünschen der Vertrouwen stets eine handbreit Wasser unterm Kiel.

Text und Foto Detlef Münz, 03.05.2026
Die für den 23.04.2026 geplante Info-Veranstaltung für Skipperinnen und Skipper, die unsere Vertrouwen auf dem Greifswalder Bodden und auf den Überführungsfahrten fahren, muss aus wichtigem Grund um einen Tag verschoben werden. Sie findet jetzt am 24.04.2026 um 11.00 Uhr am Hafen statt.
Wir bedanken uns für euer Verständnis.
Detlef Münz, 20.04.2026
Liebe Segelkameradinnen und Segelkameraden,
für die Segelwochen vom 15.06. bis 21.07.2026 und 06.07. bis 13.07.2026 können noch Kojen auf unserer Vertrouwen belegt werden.
Wer gerne noch einen tollen Segeltörn auf dem Greifswalder Bodden mitmachen möchte, setzt sich bitte kurzfristig mit Heidrun Babik per Mail in Verbindung
Unsere Jahreshauptversammlung soll am 05.03.2026 ab 10.00 Uhr in Marten stattfinden. Eine entsprechende Einladung werdet ihr rechtzeitig vorher erhalten.
Die Abfahrt der Vertrouwen nach Greifswald wird voraussichtlich der 04.05.2026 sein. Sie wird dann knapp 4 Wochen unterwegs zu ihrem Sommerdomizil, dem Museumshafen Greifswald, sein.
In diesem Jahr wird unsere Vertrouwen 130 Jahre alt. Diesen Geburtstag möchten wir mit euch würdig feiern. Da die Vertrouwen bei ihrer Feier auch dabei sein soll, haben wir beschlossen, dass wir die Rückkehr des Schiffes im Herbst zum Anlass nehmen, auch ihren Geburtstag zu feiern. Das wird voraussichtlich der 05.10.2026 sein.
Für Törns auf der Ostsee sind noch Plätze frei: für die 25. KW (15.06. bis 22.06.2026) und die 28. KW (06.07. bis 13.07.2026) können noch Kojen belegt werden. Bei Interesse bitte Kontaktaufnahme mit Heidrun Babik (Tel. 0160 91 25 9739 oder Mail heidrun(at)babik.de). Wie immer: Wer zuerst kommt….
Detlef Münz, 12.01.2026
Erinnerung an den Workshop-Termin!
Liebe Segelkameradinnen und Segelkameraden,
Wir möchten noch einmal daran erinnern:
Der Workshop für die Vertrouwen findet am 06.11.2025
ab 10.00 Uhr im ZWAR-Mutterhaus in Marten statt.
Die Resonanz zur Teilnahme war bis heute nicht besonders hoch. Deshalb gehen wir davon aus, dass nicht alle Mitglieder informiert sind. Wenn ihr daran teilnehmen möchtet, meldet euch bitte umgehend mit einer Mail an:vorstand@vertrouwen.de . Die Anmeldung ist erforderlich, damit wir ausreichend Verpflegung für alle Teilnehmer ordern können.
Im Namen des Vorstands des ZWAR Segelverein Vertrouwen eV
Detlef Münz
Montag, 29. September 2025, Münster – Dortmund
Die letzte Nacht der Überführung der Vertrouwen von Greifswald nach Dortmund wurde gut vertäut im Stadthafen Münster verbracht. Bereits im Morgengrauen verlässt Peter das Schiff und besorgt Brötchen zum Frühstück. Ein „Scherzkeks“ hat in der Nacht die Außentür der Vertrouwen mit einem Stuhl blockiert, Peter kann diese nur mühsam öffnen. Was wäre in einem Notfall gewesen? Wir wollen darüber lieber nicht nachdenken.
Um 08:00 Uhr legen wir im Stadthafen Münster ab und biegen backbordseitig in den DEK ein. Heute wollen wir unseren Heimathafen Dortmund erreichen. Bei gutem Verlauf sollte dies bis ca. 15:00 Uhr klappen. Bei klarem Himmel schneidet die Vertrouwen das Fahrwasser im Kanal. Bei sehr gutem Wetter und angenehmen Temperaturen kommen wir zunächst auch gut voran. Um 11:15 Uhr werden wir bei DEK Kilometer 32 vom WSA angefunkt und gebeten, sie zu passieren und danach sofort an der Spundwand anzulegen. An dem 2 Kilometer entfernt liegenden Sperrwerk werden Wartungsarbeiten (Seilkontrolle) durchgeführt, der Verkehr auf dem Kanal ist bis voraussichtlich 15:00 Uhr eingestellt. Um 11:40 Uhr liegen wir fest hinter dem WSA-Boot. Wir informieren unseren Vereinsvorsitzenden und kündigen unsere verspätete Ankunft für circa 18:00 Uhr an. Detlef reicht um 12:00 Uhr überbackene Mettbrötchen.
Um 12:30 Uhr Funkspruch vom WSA: „Der Kanal ist wieder frei, die Sperrung ist aufgehoben“. Wir legen nach dem vor uns liegenden Binnenschiff ab uns setzen unsere Fahrt fort. Um 14:10 Uhr erreichen wir die Schleuse Henrichenburg. Bei der Anfahrt an den dortigen Wartesteg wird über Funk mitgeteilt, dass wir sofort einfahren können. Die Ampel springt von rot auf grün und wir steuern die Kammer an. Um 14:15 Uhr liegen wir fest, werden geschleust und fahren um 14:45 Uhr wieder aus. Nun sind es noch 1 ½ Stunden bis zum Heimatliegeplatz. Der Himmel verdunkelt sich, etwa 500 Meter vor unserem Liegeplatz setzt Starkregen ein. Bei heftigen Regengüssen machen wir um 16:15 Uhr fest. Unsere Vereinsmitglieder erwarten uns schon mit Kaltgetränken und Grillgut. In geselliger Runde wird die Ankunft der Vertrouwen gefeiert.
Text Andeas Grehl
Sonntag, 28. September 2025, Osnabrück – Münster
Dicht eingehüllt im Morgennebel liegt die Vertrouwen ruhig am Kopfsteg der Marina Osnabrück. Gegen 05:45 Uhr sind erste Geräusche auf dem Schiff zu vernehmen. Die Mannschaft ist bereit, den neuen Tag zu begrüßen. Wer am Vorabend noch nicht geduscht hat, nutzt nun die Gelegenheit. Für 08:00 Uhr war die Abfahrt geplant, aber der Nebel lässt dies nicht zu. Langsam bricht von Osten die Sonne durch, spielt mit den Nebelschwaden und sorgt für immer bessere Sicht. Um 08:35 Uhr entscheidet der Skipper: Leinen los und Fahrt voraus. Steuermann Helmut zögert nicht lange, folgt dem Ruf des Skippers und wir befahren den Stichkanal Osnabrück in nördlicher Richtung. Um 09:05 Uhr erreichen wir den Mittellandkanal und fahren dort backbordseitig ein. Zwischenzeitlich sind Nebel und Dunst völlig verschwunden und bei strahlend blauem Himmel setzen wir unsere Fahrt zum heutigen Tagesziel, dem Stadthafen Münster, fort. Das „Nasse Dreieck“ wird um Punkt 12:00 Uhr erreicht und wir biegen über Backbord in den Dortmund-Ems-Kanal bei Kilometer 108 ein. Die Fahrt verläuft zügig und problemlos. Detlef sorgt dafür, dass die Mannschaft bei Kräften bleibt. Er serviert um 13:00 Uhr kleine Würstchen im Blätterteig und reicht dazu Kartoffelsalat. Wie immer kommt das bei der Crew sehr gut an und hebt die Stimmung. Um 14:50 Uhr erreichen wir eine Engstelle mit geregeltem Richtungsverkehr bei DEK Kilometer 80. Die Durchfahrt der Umgehung (Kilometer 77,9 – Kilometer 79.5) ist nur nach vorgegebenem Zeitfenster erlaubt. Nach Vorgabe können wir erst wieder ab 16:00 Uhr weiterfahren, solange liegen wir vor dem Rotlicht steuerbordseitig an dem dafür eingerichteten Warteplatz fest. Pünktlich um 16:00 Uhr schlägt die Ampel auf grün um. Wir müssen zunächst 2 Binnenschiffe vorlassen und folgen diesen dann unmittelbar. Die Binnenschiffe melden sich bei der Schleuse Münster an (DEK Kilometer 71) und erhalten sofort Einfahrt in die Steuerbordschleusenkammer. Jürgen meldet uns auch unverzüglich an, auch wir dürfen nach den Binnenschiffen direkt in die Kammer einfahren. Um 17:00 Uhr liegen wir backbordseitig fest in der Kammer: Am Bug durch den Schwimmpoller gesichert und am Heck mit Leinenführung über die Poller. Ausfahrt ist um 17:40 Uhr; danach folgen wir dem DEK noch bis zum Stadthafen Münster und biegen dort steuerbordseitig ein. Die Promenade ist gut besucht. Vor dem Lokal, bei dem wir angemeldet sind und fesmachen möchten, stehen bereits Elke und Achim um die Leinen anzunehmen. Als wir in der Schleuse lagen, hat Achim uns bereits fernmündlich mitgeteilt , dass er mit Elke auf uns im Stadthafen Münster warten wird. Landstrom ist vom Lokal aus schnell gelegt und um 18:00 Uhr ist alles bereit für den Anlegerschluck.
Gegessen wird heute ab 18:30 Uhr feudal im Lokal. Spare-Rips XXL sind der Renner für die Crew, Burger und Steaks werden ebenfalls serviert.
Nachdem die Mannschaft gesättigt ist, geht es wieder auf die Vertrouwen. Achim und Elke verlassen uns wieder und fahren zurück nach Dortmund. An Bord wird noch bis spät in die Nacht „Manöverkritik“ geübt, gegen Mitternacht sind die letzten Diskussionen gelaufen und es wird still im Stadthafen Münster.
Text Andreas Grehl
Samstag , 27. September 2025, Minden – Osnabrück
Es geht wieder früh los. Da wir die Nacht ohne Landanschluss verbracht haben und auch keine Sanitäranlagen am Liegeplatz verfügbar sind, ist die Crew nach kurzer Katzenwäsche schnell einsatzbereit. Nachdem die Maschine „gecheckt“ und Öl nachgefüllt wurde, legen wir um 07:25 Uhr am Wasserstraßenkreuz Minden bei Kilometer 102 ab. Es geht den Mittellandkanal weiter in Talfahrt auf Osnabrück zu. Die Sonne lässt sich nicht sehen, es ist bewölkt und trocken. Um 11:15 Uhr befinden wir uns bei Kilometer 60 In der Höhe von Bad Essen. Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan: Wohnen am Wasser mit neuer kleiner Marina und eine schicke Promenade. In unmittelbarer Nähe befinden sich einige Geschäfte, hervorragend geeignet um bei Bedarf Proviant bunkern zu können. Für die kleine Mahlzeit am Mittag sorgt Rainer. Er stellt um 13:00 Uhr eine kräftige Linsensuppe mit Mettwürstchen auf den Tisch. Der Salon ist schnell gefüllt und der Topf nach kurzer Zeit merklich leerer. Ein gutes Zeichen, der Crew hat es offenbar sehr gut geschmeckt. Um 14:30 Uhr biegen wir bei Mittellandkanal Kilometer 30,5 backbordseitig in den Seitenkanal Osnabrück (SKO) ein und erreichen die dortige Marina OMYC Osnabrück um 15:00 Uhr und steuern auf den dortigen Kopfsteg zu. Der Hafenmeister erwartet uns bereits, ist aber ein wenig überrascht über die Länge der Vertrouwen. Er ging davon aus, dass wir eine Länge über alles von maximal 18 Metern hätten. Es gibt jedoch kein Problem, die Leinen beim Anlegen etwas länger gefiert, wir liegen um 15:00 Uhr fest am Steg und genießen den Anlegerschluck bei Sonnenschein. Jürgen begleicht die Hafengebühren in Höhe von 35 Euro, hier sind bereits Strom- und Duschkosten enthalten.
Der BVB spielt heute in Mainz; Anstoß ist um 15:30 Uhr. Die Crew verfolgt gespannt den Spielverlauf und ist mit dem 2:0 für unsere Jungs voll zufrieden. Das Abendessen wird von Marion um 18:00 Uhr gereicht. Es gibt die von ihr bei Krümmel in Bochum gekaufte Hühnerfrikassee mit Reis. Nach dem Abendessen wird noch kurz das Vereinshaus des OMYC aufgesucht. Besonders Hungrige bestellen sich hier zu den Kaltgetränken die von den Gästen hochgelobten Pommes; Helmut ein Zigeunerschnitzel dazu. An Bord werden dann später wieder interessante Gespräche geführt. Da die Marina sehr abgelegen liegt, halten einige Crewmitglieder im Salon noch Wache bis in die späte Nacht um die Besatzung vor eventuellen Übergriffen zu schützen.
Text Andreas Grehl